Franziskanerkirche Krakau: Fenster und Öffnungszeiten
Die Franziskanerkirche am plac Wszystkich Świętych, vier Minuten vom Hauptmarkt, mit Glasfenstern und Wandmalereien von Stanisław Wyspiański. Der Eintritt ist frei, die Besuchszeiten sind kurz, und während der Gottesdienste ist die Kirche für Besucher geschlossen.
Vier Minuten zu Fuß vom Hauptmarkt steht am pl. Wszystkich Świętych 5 die Basilika des heiligen Franz von Assisi, in Krakau einfach Franziskanerkirche genannt (kościół Franciszkanów). Der Eintritt in die Kirche, in der Gottesdienste gefeiert werden, ist frei. Kommen sollten Sie wegen der Glasfenster und Wandmalereien von Stanisław Wyspiański, vor allem wegen des Fensters mit Gott Vater über dem Westeingang.
Die Franziskanerkirche am plac Wszystkich Świętych
Mit vollem Namen heißen Kirche und Kloster Basilika und Kloster des heiligen Franz von Assisi des Ordens der Minderen Brüder Konventualen. Die Kirche dient der Liturgie: Messen, Andachten und Beichte. 1920 wurde sie zur Basilica minor erhoben. Karol Wojtyła, der spätere Papst Johannes Paul II., kam schon ab 1938 als Student zum Beten hierher und nach seinem Umzug in den benachbarten Bischofspalast 1964 fast täglich. Zwischen der Basilika und dem Bischofspalast mit dem berühmten Papstfenster liegt ein Platz.
Geschichte der Franziskanerbasilika seit dem 13. Jahrhundert
Die Kirche stammt aus dem 13. Jahrhundert; Gestalt und genaue Entstehungsdaten des ursprünglichen Baus sind, wie die Franziskaner schreiben, noch Gegenstand der Forschung. Der Kreuzgang wurde 1439 dank Kardinal Zbigniew Oleśnicki vollendet, dessen Wappen am östlichen Schlussstein zu sehen ist. Beim Schwedeneinfall, den man in Polen „Sintflut“ nennt, brannte die Kirche 1655, das Innere wurde barock erneuert. Nach dem großen Stadtbrand von Krakau 1850 zog sich der Wiederaufbau bis ins frühe 20. Jahrhundert hin und gab dem Inneren ein neugotisches und pseudoromanisches Gepräge; ihm verdankt die Kirche aber Wyspiańskis Malereien und Fenster.
An den Wandmalereien arbeitete Wyspiański 1895, Korrekturen nahm er 1896-1897 vor, vollendet hat er sie nicht; nach Angaben der Franziskaner war seine Kunst der Kommission, die die Restaurierung überwachte, zu neuartig. Die Fenster entwarf er 1897-1902; das Glas wurde in Innsbruck gefertigt und 1899 im Chor, 1904 im Westfenster eingesetzt.
Wyspiańskis Fenster und Malereien in der Franziskanerkirche
- Gott Vater: Das Fenster „Bóg Ojciec wydobywający świat z chaosu“ (Gott Vater holt die Welt aus dem Chaos), auch „Stań się“ (Es werde), Erschaffung der Welt oder Gott Vater genannt, füllt das Westfenster über der Orgelempore. Sie sehen es von innen, mit Blick zum Eingang; seine Farben ändern sich mit Tages- und Jahreszeit und mit dem Licht. Die Franziskaner halten es für Wyspiańskis schönstes Fenster, und Kardinal Karol Wojtyła bewunderte es.
- Die Chorfenster: rechts vom Hochaltar der heilige Franziskus beim Empfang der Wundmale, links die selige Salomea, dazu vier seitliche Fenster mit den Elementen Feuer und Wasser. Das mittlere Fenster hinter dem Altar stammt nicht von Wyspiański, sondern entstand 1899 nach einem Entwurf von Bernard Rice.
- Die Wandmalereien: Polnische Blumen (Lilien, Mohn, Stiefmütterchen, Vergissmeinnicht, Sonnenblumen und andere) bedecken Chor, Querhaus und den Anfang des Mittelschiffs. Im hinteren Teil des Chors malte Wyspiański eine Reihe von sechzehn Piastenadlern, die in der Zeit der Teilungen Polens besondere Bedeutung hatte; das Gewölbe ist mit goldenen Sternen übersät.
- Die Bank von Johannes Paul II.: Seine Lieblingsbank auf der linken Seite des Mittelschiffs, gleich am Westeingang, trägt ein Metallschild mit der Inschrift „Tu modlił się Ojciec Święty Jan Paweł II“ (Hier betete der Heilige Vater Johannes Paul II.).
Ob die folgenden Werke im zugänglichen Bereich liegen, geht aus der Besucherordnung nicht hervor. Die vierzehn Bilder des Kreuzwegs malte Józef Mehoffer für die Kirche; sie hängen in der Passionskapelle. Nach Angaben der Franziskaner war der Auftrag für ihn ein Ausgleich dafür, dass er den Wettbewerb um die Fenster gegen Wyspiański verloren hatte. In derselben Kapelle befindet sich eine getreue Kopie des Turiner Grabtuchs, von Johannes Paul II. gesegnet und am 19. März 2003 im Vatikan übergeben. In der Kapelle der seligen Salomea ruhen ihre Gebeine, in einer Nische neben dem Altar steht ein kleiner Sarg mit den Gebeinen von Fürst Bolesław dem Schamhaften, und im Kreuzgang hängt eine Galerie von 35 Porträts Krakauer Bischöfe, darunter eines von Johannes Paul II.
Franziskanerkirche Krakau: Öffnungszeiten und freier Eintritt
Der Eintritt in die Basilika ist frei. Besichtigen können Sie sie werktags von 10:00 bis 16:00 Uhr, sonn- und feiertags nachmittags: Die Franziskaner nennen in ihrer Besucherordnung 13:00-15:00 Uhr und auf der Startseite ihrer Website 13:15-16:00 Uhr, am sichersten kommen Sie also zwischen 13:15 und 15:00 Uhr. Während der Liturgie und bei geistlichen Konzerten ist sie für Besucher geschlossen: Am zweiten Sonntag im Monat, außer im Juli, August und September, wird um 14:30 Uhr in der Basilika eine Messe auf Spanisch gefeiert, an diesem Tag ist die Besuchszeit also kürzer. Zugänglich sind das Mittelschiff, die Seitenschiffe (ohne die Kapelle der Schmerzhaften Muttergottes und die Sakristei) und ein Teil des Kreuzgangs. Die Kapelle der Schmerzhaften Muttergottes ist allein dem Gebet vorbehalten und nicht zur Besichtigung geöffnet. Verhalten Sie sich ruhig und kleiden Sie sich angemessen, mit bedeckten Schultern und bedecktem Rücken; Essen und Trinken, Tiere, Rauchen und die Benutzung von Mobiltelefonen sind nicht erlaubt. Führungen durch die Basilika bieten wir nicht an. Stand der Angaben: Oktober 2026. Prüfen Sie die Zeiten auf der Website des Franziskanerklosters.
Vom Hauptmarkt zur Franziskanerkirche
Die Basilika steht am plac Wszystkich Świętych in der Altstadt. Zu Fuß sind es etwa vier Minuten vom Hauptmarkt, etwa sechs Minuten vom Collegium Maius und etwa elf Minuten vom Königsschloss Wawel.
Tipps für einen kurzen Besuch der Franziskanerkirche
Für die Kirche genügt ein kurzer Besuch. Legen Sie ihn in die Besuchszeiten, die sonntags knapp sind, und denken Sie daran, dass während eines Gottesdienstes nicht besichtigt wird. Um das Fenster mit Gott Vater zu sehen, stellen Sie sich ins Mittelschiff und drehen sich zum Eingang um. Von hier bietet sich der Weg zum Wawel an; Tickets und Öffnungszeiten der Kathedrale finden Sie auf unserer Seite zur Wawel-Kathedrale.
Franziskanerkirche Krakau: häufig gestellte Fragen
Wer hat die Fenster der Franziskanerkirche in Krakau gestaltet?
Stanisław Wyspiański entwarf sie 1897-1902, mit Ausnahme des mittleren Chorfensters nach einem Entwurf von Bernard Rice. Das Glas wurde in Innsbruck gefertigt.
Kostet die Franziskanerbasilika Eintritt?
Nein, der Besuch ist kostenlos. Besichtigen können Sie die Kirche nur zu den Besuchszeiten und nicht während der Gottesdienste.
Wann ist die Franziskanerkirche geöffnet?
Für Besucher werktags von 10:00 bis 16:00 Uhr. Für Sonn- und Feiertage nennen die Franziskaner zwei Zeiten (13:00-15:00 und 13:15-16:00 Uhr), kommen Sie also zwischen 13:15 und 15:00 Uhr. Während der Liturgie und bei geistlichen Konzerten ist keine Besichtigung möglich.
Wo liegt die Franziskanerkirche in Krakau?
Am pl. Wszystkich Świętych 5 in der Altstadt, vier Gehminuten vom Hauptmarkt.
Kann man in der Franziskanerkirche die Messe besuchen?
Ja, die Kirche dient der Liturgie, mit Messen, Andachten und Beichte. Die vollständige Gottesdienstordnung veröffentlichen die Franziskaner auf ihrer Website.
Foto: Igor123121, Wikimedia Commons, CC BY 4.0.
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