Kupa-Synagoge Krakau: Geschichte und Ansicht von außen
Eine barocke Synagoge aus den 1640er-Jahren in der Miodowa-Straße in Kazimierz, an der früheren Stadtmauer. Besucher kommen derzeit nicht hinein: Sie ist Bethaus und Treffpunkt einer lebendigen jüdischen Gemeinde und lässt sich von außen ansehen.
Für Besucher ist die Kupa-Synagoge (Synagoga Kupa) in der ul. Miodowa 27 in Kazimierz, dem jüdischen Viertel, derzeit nicht zugänglich. Sie ist Bethaus und Treffpunkt einer lebendigen jüdischen Gemeinde, kein Museum; das Gebäude können Sie von außen ansehen. Errichtet wurde sie in den 1640er-Jahren, der Eingang liegt an der Miodowa-Straße.
Die Kupa-Synagoge: Bethaus der Jüdischen Gemeinde Krakau
Die Synagoge gehört zur Jüdischen Gemeinde Krakau, die im selben Gebäude auch ihr Büro hat. Sie steht auf einem Grundstück zwischen der ul. Miodowa 27 und der ul. Warszauera 8, an der nördlichen Linie der früheren Stadtmauer von Kazimierz. Der Name kommt vom hebräischen Wort „kupa“, das die Beiträge der Gemeindemitglieder bezeichnet, die Kasse des Kahal, also der Gemeindeverwaltung.
Freitagabends treffen sich hier Gemeindemitglieder zum Schabbatessen. An Feiertagen, unter anderem an Rosch ha-Schana, Purim, Chanukka, Pessach und Simchat Tora, folgt auf das Gebet ein festliches Mahl.
Geschichte der Kupa-Synagoge seit dem 17. Jahrhundert
Im 19. Jahrhundert wurde die Synagoge mehrmals erweitert. Zwischen den Weltkriegen wurde sie restauriert, das Innere erhielt neue Malereien, und das Gebäude wurde mit einem Ziergitter umgeben. Während der deutschen Besatzung wurde die Synagoge verwüstet.
Am 11. August 1945 drang während des Schabbat-Morgengebets eine aggressive Menge in die Synagoge ein; Juden wurden geschlagen, die Synagoge verwüstet. Das geschah im Rahmen des Krakauer Pogroms, dessen unmittelbarer Auslöser ein falsches Gerücht über einen angeblichen Ritualmord war. Nach dem Krieg wurde hier einige Jahre lang wieder gebetet; im Gebäude befanden sich unter anderem eine Mazzenbäckerei und eine rituelle Geflügelschlachterei, später Lager, Wohnungen und eine Schuhwerkstatt. Nachdem die Jüdische Gemeinde Krakau die Synagoge 1995 übernommen hatte, begann die Renovierung; die bislang letzte Restaurierung erfolgte nach Angaben von VisitMałopolska 2001.
Die Kupa-Synagoge von außen und ihr Inneres
- Der Bau: nach der Beschreibung der Gemeinde eine barocke Synagoge mit schlichtem Baukörper unter einem Satteldach; nur die hohen Rundbogenfenster verraten, dass es ein Gotteshaus ist.
- Die alte Stadtmauer: Von der Warszauera-Straße aus sehen Sie die Reste der nördlichen Linie der Stadtmauer von Kazimierz.
- Der Betsaal (für Besucher geschlossen): Nach Angaben der Gemeinde sind Wände und Decke reich bemalt. Im Obergeschoss öffnet sich eine Frauengalerie an drei Seiten zum Hauptsaal; auf ihre Brüstung ist der vollständige Zyklus der Tierkreiszeichen gemalt.
- Die Ostwand (für Besucher geschlossen): Zwischen zwei Fenstern steht ein barocker Aron ha-Kodesch aus dem 17. Jahrhundert, der Schrein für die Torarollen. Links davon zeigt eine Malerei einen Tisch mit 12 Schaubroten, die für die zwölf Stämme Israels stehen.
- Malereien und Stiftertafel: VisitMałopolska beschreibt biblische, Pflanzen- und Tiermotive; die Tierkreiszeichen beziehen sich auf die jüdische Einteilung des religiösen Jahres in Monate. An der Ostwand ist eine Stiftertafel der Bruderschaft der Priester und Leviten von 1646-1647 erhalten.
Kann man die Kupa-Synagoge besichtigen?
Die Kupa-Synagoge ist derzeit für Besucher nicht zugänglich. Als Bethaus und Treffpunkt einer lebendigen jüdischen Gemeinde ist sie kein Museum; Sie sehen sie von der Straße aus. Hier finden Gottesdienste statt, sie sind aber keine Gelegenheit zur Besichtigung: Wer von außen dazukommt, muss die Regeln der Gemeinde einhalten und braucht die Zustimmung der Gastgeber. Die Synagoge steht in der dichten Bebauung von Kazimierz und hat keinen eigenen öffentlichen Parkplatz. Stand der Angaben: Oktober 2026. Zu den Synagogen in Kazimierz informiert die Website der Jüdischen Gemeinde Krakau.
Lage der Kupa-Synagoge und Fußwege
Vom Hauptmarkt gehen Sie etwa 18 Minuten. Die Tempel-Synagoge liegt in derselben Straße, in der ul. Miodowa 24, etwa zwei Minuten entfernt; die Isaak-Synagoge, eine weitere Synagoge der Gemeinde, erreichen Sie in etwa drei Minuten.
Hinweise zur Kupa-Synagoge
Denken Sie daran, dass hier eine Gemeinde betet: Sehen Sie es sich von der Miodowa-Straße aus an und von der Warszauera-Straße, wo die Reste der Stadtmauer stehen. Planen Sie keinen Gottesdienstbesuch, um die Malereien zu sehen. Von innen besichtigen können Sie die Tempel-Synagoge in derselben Straße, die Alte Synagoge und die Remuh-Synagoge samt Friedhof; Zeiten und Preise stehen auf ihren Seiten. Wie die Kupa sind auch zwei andere Synagogen in der Nähe keine Museen: Die Hohe Synagoge öffnet nur gelegentlich, in der Popper-Synagoge ist eine Buchhandlung.
Kupa-Synagoge: häufig gestellte Fragen
Ist die Kupa-Synagoge in Krakau für Touristen geöffnet?
Nein, für Besucher ist sie geschlossen. Das Gebäude sehen Sie von der Straße aus; den Innenraum nutzt die jüdische Gemeinde für Gebet und Zusammenkünfte.
Was bedeutet der Name Kupa?
„Kupa“ ist ein hebräisches Wort für die Beiträge der Gemeindemitglieder, die Kasse des Kahal. Danach ist die Synagoge benannt.
Wo steht die Kupa-Synagoge?
In der ul. Miodowa 27 in Kazimierz, mit dem Eingang an der Miodowa-Straße; das Grundstück reicht bis zur ul. Warszauera 8.
Wann wurde die Kupa-Synagoge gebaut?
In den 1640er-Jahren. Im 19. Jahrhundert wurde sie erweitert, renoviert wurde sie, nachdem die Jüdische Gemeinde Krakau sie 1995 übernommen hatte.
Wird in der Kupa-Synagoge noch gebetet?
Ja. Hier finden Gottesdienste statt, freitagabends kommen Gemeindemitglieder zum Schabbatessen zusammen, und an Feiertagen folgt auf das Gebet ein festliches Mahl.
Foto: Jeremiah Z. Cockroach, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.
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