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Sehenswürdigkeit

Hohe Synagoge Krakau: Geschichte und Ansicht von außen

Eine Synagoge aus dem 16. Jahrhundert in der Józefa-Straße in Kazimierz, benannt nach ihrem Betsaal im Obergeschoss über Läden. Innen ist sie nicht regelmäßig zugänglich; Sie sehen das Gebäude von außen und kommen manchmal bei Kulturveranstaltungen hinein.

Die Hohe Synagoge (Synagoga Wysoka) steht in der ul. Józefa 38 in Kazimierz, dem jüdischen Viertel. Ihr Innenraum ist nicht regelmäßig zur Besichtigung geöffnet; das Gebäude können Sie von außen ansehen, hinein kommt man manchmal bei Kulturveranstaltungen. Erbaut wurde sie im 16. Jahrhundert aufgrund eines Privilegs von König Sigismund II. August, mit dem Geld eines Stifters, dessen Namen wir nicht kennen.

Die Hohe Synagoge: ein Betsaal über den Läden

Der Stifter ließ den Betsaal über Läden errichten: Erdgeschoss und Keller dienten dem Handel. Daher der Name: Der Betsaal befand sich im Obergeschoss. Die Jüdische Gemeinde Krakau vergleicht die Bauweise mit den Synagogen im Ghetto von Venedig, wo man Wohnhäusern Stockwerke für eine Synagoge aufsetzte, und nennt das Gebäude für mitteleuropäische Verhältnisse ein Unikat. Es ist ein gemauerter Renaissancebau auf rechteckigem Grundriss.

Als Synagoge im regulären Sinn dient das Haus heute nicht mehr; gelegentlich finden hier Ausstellungen, Konzerte und Begegnungen statt. 2008 erhielt die Gemeinde einen Teil des Gebäudes zurück.

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Geschichte der Hohen Synagoge

Die Jüdische Gemeinde Krakau datiert die Synagoge auf etwa 1556. Während der schwedischen Invasion, in Polen „Sintflut“ genannt, wurde sie 1657 verwüstet und später wiederhergestellt. Gegen Ende des 19. Jahrhunderts kam ein Anbau hinzu (heute ul. Józefa 36), mit einer Frauengalerie und einem zweiten Betraum im Obergeschoss. Im Zweiten Weltkrieg verwüsteten die Deutschen die Synagoge und raubten ihre liturgische Ausstattung; nach dem Krieg diente sie als Lager.

1966 übernahmen die Werkstätten für Denkmalpflege (Pracownia Konserwacji Zabytków) das Gebäude und renovierten es. Damals entstand die verglaste Konstruktion auf dem Dach, und die Wandmalereien wurden gesichert. Nach Angaben von VisitMałopolska sind im Inneren eine Almosenbüchse am Eingang und Reste von Wandmalereien aus dem 17. Jahrhundert erhalten, die in den 1960er-Jahren freigelegt und konserviert wurden, dazu zwischen den Fenstern ein Zitat aus dem Buch Genesis mit dem Jahr der Erneuerung der Synagoge, 1863.

Die Hohe Synagoge von der Józefa-Straße aus

  • Südwand: Die Wand zur Józefa-Straße wird von vier Strebepfeilern gestützt. Zwischen ihnen liegen auf Höhe des ersten und zweiten Stocks drei hohe Rundbogenfenster.
  • Verglastes Dach: Von der Straße aus sehen Sie die gläsernen Giebel des Dachs, die beim Umbau durch die Werkstätten für Denkmalpflege entstanden.
  • Portal: Ein gemeißeltes Portal aus der Spätrenaissance führt ins Gebäude.
  • Gedenktafel: An der Außenwand hängt eine Tafel mit Davidstern, dem jiddischen Namen „hojche szul“ und einem polnischen Text, übersetzt: „In diesem Gebäude befand sich die Hohe Synagoge, erbaut im 16. Jahrhundert, 1939 von den deutschen Besatzungsbehörden zerstört“.

Kann man die Hohe Synagoge besichtigen?

Von innen lässt sich die Hohe Synagoge nicht regelmäßig besichtigen; das Gebäude sehen Sie vom Gehweg aus. Manchmal ist bei Kulturveranstaltungen ein Besuch möglich: Im Juli 2026 etwa war während des Festivals der Jüdischen Kultur (Festiwal Kultury Żydowskiej) im Obergeschoss eine Ausstellung zu sehen. Öffnungszeiten oder Eintrittspreise veröffentlicht die Jüdische Gemeinde für dieses Haus nicht, und es gehört nicht zu den Synagogen, die sie für Besucher öffnet; deren Zeiten gelten hier also nicht. Stand der Angaben: Oktober 2026. Zu den Synagogen in Kazimierz informiert die Website der Jüdischen Gemeinde Krakau.

Zu Fuß zur Hohen Synagoge

Die Synagoge liegt in der Józefa-Straße, etwa zwei Minuten zu Fuß von der Alten Synagoge, etwa drei Minuten vom Plac Nowy und etwa 20 Minuten vom Hauptmarkt. Durch die Józefa-Straße, in der die Synagoge steht, fährt unsere Elektroauto-Tour durch Kazimierz.

Tipps rund um die Hohe Synagoge

Tafel, Portal und Südwand mit den Strebepfeilern sehen Sie vom Gehweg aus. Ein Stück aus dieser Synagoge ist in einem Museum zu sehen: Nach VisitMałopolska blieb von der früheren Ausstattung ein barocker Chanukkaleuchter aus dem 17. Jahrhundert erhalten, der heute in der Ausstellung der Alten Synagoge gezeigt wird. Einen Synagogenraum von innen sehen Sie in der Tempel-Synagoge oder in der Remuh-Synagoge samt Friedhof; Zeiten und Preise stehen auf diesen Seiten. In Kazimierz steht auch die Isaak-Synagoge. Zwei weitere Synagogen des Viertels kann man dagegen nicht wie ein Museum besichtigen: Die Kupa-Synagoge ist für Besucher geschlossen, in der Popper-Synagoge ist eine Buchhandlung.

Hohe Synagoge: häufig gestellte Fragen

Kann man die Hohe Synagoge in Krakau von innen sehen?

Nicht regelmäßig. Das Gebäude öffnet gelegentlich bei Kulturveranstaltungen, etwa für eine Ausstellung während des Festivals der Jüdischen Kultur im Juli 2026; feste Besuchszeiten gibt es nicht.

Warum heißt sie Hohe Synagoge?

Weil ihr Betsaal nicht auf Straßenhöhe lag, sondern im Obergeschoss, über den Läden. Auf der Tafel am Gebäude steht auch der jiddische Name „hojche szul“.

Wo steht die Hohe Synagoge in Krakau?

In Kazimierz, in der ul. Józefa 38, nur wenige Schritte von der Alten Synagoge entfernt.

Wie alt ist die Hohe Synagoge?

Sie stammt aus dem 16. Jahrhundert, die Jüdische Gemeinde Krakau nennt das Jahr 1556 als ungefähres Baudatum. Errichtet wurde sie aufgrund eines Privilegs von König Sigismund II. August.

Wofür wird die Hohe Synagoge heute genutzt?

Als reguläre Synagoge dient sie nicht mehr. Das Gebäude wird von Zeit zu Zeit für Ausstellungen, Konzerte und Begegnungen genutzt.

Foto: Jeremiah Z. Cockroach, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

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