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Sehenswürdigkeit

Popper-Synagoge Krakau: Buchhandlung Austeria, Geschichte

Eine barocke Synagoge in der Szeroka-Straße in Kazimierz, 1620 von Wolf Popper gestiftet. Seit 2017 ist darin die Buchhandlung Austeria: Sie betreten das Haus als Kunde, denn es ist weder eine aktive Synagoge noch ein Museum.

Seit 2017 beherbergt die Popper-Synagoge (Synagoga Poppera) in der ul. Szeroka 16 in Kazimierz, dem jüdischen Viertel, die Buchhandlung Austeria. Hinein gehen Sie wie in jede Buchhandlung: Eine aktive Synagoge oder ein Museum ist das nicht, und eine Besichtigung mit Ticket gibt es nicht. Die barocke Synagoge stiftete 1620 Wolf Popper, genannt Bocian.

Die Popper-Synagoge heute: Buchhandlung statt Gebetshaus

Das Gebäude gehört der Jüdischen Gemeinde Krakau. Man nennt es auch Bocian-Synagoge und wegen seiner geringen Größe im Volksmund die Kleine Synagoge. Heute nutzt es die Buchhandlung Austeria, regelmäßige Gottesdienste finden hier nicht statt.

Wie Austeria festhält, war die Synagoge eine private Stiftung. Die Gemeinde beschreibt Wolf Popper als einen der reichsten Juden in Kazimierz; Austeria nennt ihn einen der reichsten jüdischen Kaufleute und Finanziers im damaligen Krakau.

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Geschichte der Popper-Synagoge

Nach dem Tod des Stifters kam es zu einem Erbstreit, an dessen Ende die Synagoge um 1653 an die jüdische Gemeinde von Kazimierz überging. Gründlich renoviert wurde sie erst 1827: Eine Frauenabteilung kam hinzu, Dach und Treppen wurden umgebaut, und den Hof trennte fortan ein Tor von der Szeroka-Straße, das bis heute steht.

Die deutschen Besatzer richteten die Synagoge im Zweiten Weltkrieg schwer zu. Nach dem Krieg wohnten hier einige Jahre lang jüdische Rückkehrer aus der Sowjetunion. 1956 bestimmte die Stadtverwaltung das Gebäude zum Kulturhaus und wies die Kongregation aus, die erfolgreich dagegen protestierte. In den 1960er-Jahren folgte eine gründliche Renovierung; danach war das Haus mit Zustimmung der Gemeinde viele Jahre lang Sitz des Altstädtischen Jugendkulturzentrums (Staromiejskie Centrum Kultury Młodzieży).

Die Popper-Synagoge: Tor, Hof und früherer Betsaal

  • Das Tor zur Szeroka-Straße: Es stammt von 1827 und schließt den Hof ab. VisitMałopolska weist darauf hin, dass die Synagoge schwer zu finden ist, weil sie zwischen die Bürgerhäuser gebaut ist.
  • Der Ausstellungsraum: Im Obergeschoss, in der früheren Frauenabteilung, hat die Buchhandlung einen Ausstellungsraum.
  • Der frühere Betsaal: Nach VisitMałopolska wurden bei der Restaurierung in den 1960er-Jahren der zweigeschossige Anbau, die Treppen und die hölzernen Galerien entfernt und der Saal mit einem hölzernen Tonnengewölbe gedeckt. Die Malereien, die einst Wände und Gewölbe schmückten, sind heute weiß übermalt.
  • Die Türen des Toraschreins, heute in Jerusalem: Laut VisitMałopolska blieben von der Ausstattung nur die geschnitzten Holztüren des Aron ha-Kodesch erhalten, des Schreins für die Torarollen. Sie zeigen einen Löwen, einen Adler, einen Leoparden und einen Hirsch und kamen nach dem Krieg in ein Museum in Jerusalem.

Popper-Synagoge besuchen: die Buchhandlung Austeria

Seit 2017 ist in der Popper-Synagoge die Buchhandlung Austeria untergebracht. Hinein kommen Sie als Kunde der Buchhandlung, nicht als Besucher einer Synagoge oder eines Museums; Tickets für eine Besichtigung gibt es nicht. Austeria veröffentlicht keine Öffnungszeiten der Buchhandlung, deshalb können wir hier keine nennen. Was im Ausstellungsraum im Obergeschoss gezeigt wird und wann er offen ist, wissen wir nicht. Stand der Angaben: Oktober 2026. Mehr auf der Seite von Austeria über die Buchhandlung in der Popper-Synagoge.

Zu Fuß zur Popper-Synagoge in der Szeroka-Straße

Vom Hauptmarkt sind es zu Fuß etwa 19 Minuten. In derselben Straße, in der ul. Szeroka 24, steht die Alte Synagoge, etwa zwei Minuten entfernt. Ebenfalls etwa zwei Minuten sind es zur Remuh-Synagoge samt Friedhof, einer weiteren Synagoge in Kazimierz. Die Szeroka-Straße, an der die Synagoge liegt, gehört zur Strecke unserer Elektroauto-Tour durch Kazimierz.

Tipps für die Popper-Synagoge und die Szeroka-Straße

Halten Sie nach dem Tor mit der Nummer 16 Ausschau: Die Synagoge selbst liegt zwischen den Häusern, hinter dem Hof. Drinnen sind Sie Kunde einer Buchhandlung. Wer einen Betsaal sehen möchte, geht weiter zur Alten Synagoge in derselben Straße, zur Remuh-Synagoge oder zur Tempel-Synagoge in der Miodowa-Straße; Zeiten und Eintritt stehen auf ihren Seiten. Auch die Isaak-Synagoge liegt im Viertel. Weder die Hohe Synagoge, die nur hin und wieder öffnet, noch die für Besucher geschlossene Kupa-Synagoge lassen sich wie ein Museum besichtigen.

Popper-Synagoge: häufig gestellte Fragen

Kann man die Popper-Synagoge in Krakau besichtigen?

Sie können als Kunde der Buchhandlung Austeria hinein, die seit 2017 im Gebäude ist. Eine Führung mit Ticket durch die Synagoge gibt es nicht.

Wer war Wolf Popper?

Der Stifter der Synagoge, die er 1620 errichten ließ; man nannte ihn auch Bocian. Nach Angaben der Jüdischen Gemeinde Krakau gehörte er zu den reichsten Juden in Kazimierz.

Wo liegt die Popper-Synagoge?

In der ul. Szeroka 16 in Kazimierz, hinter einem Tor von 1827, zwei Minuten zu Fuß von der Alten Synagoge.

Warum heißt sie auch Kleine Synagoge?

Wegen ihrer geringen Größe. Der andere Name, Bocian-Synagoge, geht auf den Beinamen des Stifters zurück.

Was geschah mit der Popper-Synagoge im Krieg?

Die Deutschen verwüsteten sie schwer. Nach dem Krieg lebten hier einige Jahre lang jüdische Rückkehrer aus der Sowjetunion.

Foto: Igor123121, Wikimedia Commons, CC BY-SA 4.0.

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